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Manuskript_heft13-2_juli_2011_110704_end

Ernährungsmediziner E M I
U n a b h ä n g i g e r I n f o r m a t i o n s d i e n s t
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, die Ernährungsmedizin wird von Patienten zunehmend nachgefragt und auch die Ärzte bilden sich immer häufiger und umfas-sender fort. Die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e.V. durfte bereits mehr als 4000 Ärztinnen und Ärzte in Ernäh-rungsmedizin ausbilden, der Bund Deutscher Internisten (BDI e.V.) und die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh e.V.) haben Arbeitsgruppen für Ernährungsmedizin eingerichtet. Nur die Kassen legen ein merkwürdiges Verweigerungsverhal-ten an den Tag. In diesem Zusammenhang ist der Ausschluss der ernährungsmedizinisch qualifizierten ÄrztInnen als Leis-tungserbringer durch den Verband der Ersatzkassen (VDEK e.V.) zu nennen. Als Begründung wird die fehlende pädagogische und didaktische Ausbildung genannt. Um diesen (angeblichen) Mangel zu beseitigen, ist die DAEM derzeit bestrebt, gemein-sam mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg ein adäquates Pädagogik-Modul zu entwickeln. Ziel ist es, Wochenendkurse mit vertretbarem Aufwand anzubieten. Zusammen mit der DGEM und dem BDEM arbeitet die DAEM an der Wiederzulassung der Ernährungsmediziner in der Sekun-därprävention, da nur Ärzte das Risikoprofil des individuellen Patienten abschätzen können. Die übrigen Leistungserbringer nach §43 und auch §20 SGB V haben sich zu einer kontinuierlichen Weiterbildung verpflichtet. Dies wird auch in den Richtlinien ausdrücklich gefordert. Deshalb hat die DAEM ein entsprechendes Konzept erarbeitet, um sie den anderen Leistungserbringern gleichzustellen. Die DAEM bemüht sich weiter intensiv, auch die Interessen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zusam-men mit den Berufsverbänden zu vertreten. schulung (ergänzende Reha nach §43 SGB V). Als geeig- In dieser Ausgabe:
nete Leistungsanbieter werden hier Diplom Oecotropholo- Eine seltsame Entscheidung des VDEK
gInnen und ErnährungswissenschaftlerInnen, Diätassis-tentInnen, ErnährungsberaterInnen DGE und Ernährungs- Verzehr von Milch und Milchprodukten und die
Häufigkeit von kardiovaskulären Erkrankungen

medizinische BeraterInnen DGE aufgeführt. Die Begrün- und Gesamtmortalität: Eine dosisbezogene, pro-
dung für diesen Ausschluss der Ärzte durch den VDEK spektive Kohortenstudie
wurde von Herrn Oliver Blatt, Abteilung Gesundheit des VDEK gegeben (Zitat): Dopaminhaltige Lebensmittel
Bei den Leistungen nach §43 Abs.1 Nr.2 SGB V handelt Glykämische Last und das Risiko für kolorektale
es sich um ergänzende Leistungen zur Rehabilitation, wo- Karzinome bei chinesischen Frauen
nach die Krankenkasse wirksame und effiziente Patienten-schulungsmaßnahmen für chronisch Kranke erbringen Verwendung von Präbiotika aus Kakao-Flavonolen
bei Gesunden in einer randomisierten, doppelblin-

kann, wenn dies aus medizinischen Gründen erforderlich den Crossover-Interventionsstudie
ist und wenn zuletzt die Krankenkasse Krankenbehandlung geleistet hat oder leistet. Hierunter fallen verhaltensorien- Gesteigerte Mastzellaktivität bei Reizdarmsyndrom
tierte Gruppenprogramme zur Steigerung der Handlungs- Leitlinie der DGVS zum Reizdarmsyndrom
kompetenz und Eigenverantwortung der Versicherten im Umgang mit ihrer Erkrankung im Alltag. Die Umsetzung Perzentilen des Body-Mass-Index auch für 18- bis
80-Jährige?

solcher Programme in Gruppen setzt bei den Kursleitern sehr gute pädagogisch-didaktische Kompetenz voraus. Bei Aktuelles kurz berichtet
der Abfassung des Ersatzkassenpapiers wurde seinerzeit Ausschreibungen
davon ausgegangen, dass Ärzte mehrheitlich nicht über diese sehr spezifische pädagogische Eignung verfügen.Veranstaltungen
Soweit die Ausführungen des Sprechers des VDEK. Wie Eine seltsame Entscheidung des VDEK
unberechtigt diese Entscheidung ist, geht aus den Empfeh- O. Adam, A. Gebhardt, Deutsche Akademie für Ernäh- lungen der Spitzenverbände der Krankenkassen eindeutig hervor. In den „Gemeinsamen Empfehlungen der Spitzen-verbände der Krankenkassen zur Förderung und Durchfüh- rung von Patientenschulungen auf der Grundlage von §43 Die nach dem Curriculum der Bundesärztekammer ausge- Nr.2 SGB V“ wird festgestellt, dass es sich um interdiszipli- bildeten ErnährungsmedizinerInnen sind von dem Verband näre, informations-, verhaltens- und handlungsorientierte der Ersatzkassen (VDEK) nicht als Leistungserbringer nach Maßnahmen für chronisch Kranke handelt, die grundsätz- §43 SGB V zugelassen. Dies wurde uns auf eine Anfrage lich in Gruppen durchgeführt werden. Diese Patientenschu- vom VDEK mitgeteilt. Zwar sind die Ernährungsmedizine- lungen sind indikationsbezogen und dienen der Optimie- rInnen für die Leistungen im Rahmen der Primärprävention rung des Krankheitsselbstmanagements von Patienten. (Zi- (§20 SGB V) zur kassenärztlichen Versorgung zugelassen, tat) „Durch die Teilnahme an Patientenschulungen sollen nicht jedoch für den Bereich der ambulanten Patienten- Ein Informationsdienst für Ärzte und andere Ernährungsinteressierte chronisch Kranke in erster Linie zu einem besseren Krank- Aufbau einer positiven Einstellung zur Erkrankung und heitsselbstmanagement sowie zur Vermeidung und Redu- zierung von Fähigkeitsstörungen und Beeinträchtigungen Fundierte Krankheits- und Behandlungseinsicht, Erhö- befähigt und damit auch ihre Lebensqualität erhöht werden hung der Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortlich- im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe.“ (Zitat Ende). Sensibilisierung der Körperwahrnehmung: Als grundsätzliche Ziele von Patientenschulungen werden Frühzeitiges Erkennen von Warnsignalen, Vorboten, in den gemeinsamen Empfehlungen der Spitzenverbände Überlastungsanzeichen und Verschlimmerungen des der Krankenkassen unter anderem genannt: Kenntniserwerb bzw. -erweiterung über das Krank- Vermittlung von Selbstmanagement-Kompetenzen: Fertigkeiten bezüglich der medikamentösen Therapie. langfristige Besserung bzw. Stabilisierung des Ge- Es steht außer Frage, dass diese individuellen, krankheits- Verminderung der Häufigkeit von Krankheitsschüben bezogenen Informationen von keiner der oben genannten, als Leistungserbringer zugelassenen Gruppen kompetent Verstehen von Inhalten und Hintergründen gesicherter gegeben werden können. Das Risikoprofil des individuellen Patienten, seine physischen und psychischen Möglichkei- ten zur Compliance, die durch Komorbiditäten und Lebens- stil beeinflusste Prognose können nur von Ärzten abge- Vermittlung spezifischen Krankheits- und Behand- lungswissens sowie eines angemessenen Krankheits- Gestatten Sie uns als Vertreter der ältesten Fortbildungsin- stitution für Ernährungsmedizin in Deutschland einige Impressum
1. ErnährungsmedizinerInnen werden durch die DAEM nunmehr schon fast 30 Jahre, seit 1998 nach dem damals in erster Auflage publizierten Curriculum Ernährungsmedi- zin der Bundesärztekammer, mit dem Ziel ausgebildet, die Therapie ernährungsabhängiger und ernährungsmitbeding- ter Erkrankungen qualifiziert durchzuführen. 2. Ernährungsberatung im Rahmen der Prävention (§20 SGB V) für die kassenärztliche Versorgung, und der Be- reich der ambulanten Patientenschulung (ergänzende Re- ha nach §43 SGB V) sind Bestandteil ernährungsmedizini- 3. Da jede Therapie mit schwerwiegenden Komplikationen einhergehen kann, bedarf sie neben der Indikationsstellung der Überwachung und Kontrolle durch den Arzt. Diese können die oben genannten Leistungsanbieter nicht erbrin- 4. Die Durchführung von Patientenschulungen auf der Grundlage von §43 Nr.2 SGB V ist immer eine interdiszipli- näre Maßnahme, die neben dem Kenntniserwerb über das Zeitschrift, Beiträge und Abbildungen sind für die Dauer Krankheitsbild der Vermittlung spezifischen Krankheits- des Urheberrechts geschützt. Eine Verwertung außer- halb des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Ver- lags strafbar. Das gilt insbesondere auch für Vervielfäl- Diese Maßnahmen können nur von ärztlicher Seite kompe- tigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie tent vermittelt bzw. durchgeführt werden. Einspeicherungen und Verarbeitung in elektronischen Weshalb nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der BÄK ausgebildete Ärzte nicht als Leistungsanbieter für die ergänzende Reha nach §43 SGB V zugelassen sein sollen, bleibt gänzlich unverständlich. Auch für die derzeitigen Die Zeitschrift erscheint viermal jährlich. Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Ernährungs- medizin (DGEM e.V.) und des Bundesverbandes Deut- scher Ernährungsmediziner (BDEM e.V.) ist diese Ent- Ausdruck des Newsletters Jahresbezugspreis 38,-- € + scheidung unerklärlich und nicht nachvollziehbar. In einer gemeinsamen Aktion will die DAEM zusammen mit diesen Ausdruck des Newsletters Einzelheftpreis 10,-- € + Institutionen erwirken, dass der VDEK seine bisherige Ent- scheidung möglichst umgehend korrigiert. Wir werden Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden hal- Unabhängig vom Ausgang dieser Entscheidung bleibt zu- Ein Informationsdienst für Ärzte und andere Ernährungsinteressierte künftig aber noch zu erwarten, dass für eine dauerhafte und die Menge an fettreichen oder fettarmen Milchproduk- Anerkennung als Leistungserbringer nach den §§20 und 43 SGB V, vergleichbar zu den oben genannten Berufsgrup- pen, ein spezifisches Fortbildungszertifikat in Ernährungs- Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Milchzufuhr die medizin gefordert werden wird. Konkret bedeutet dies, dass Gesamtmortalität nicht beeinflusst, dass aber eine geringe hierzu in Ergänzung zur Qualifikationsurkunde als Ernäh- inverse Korrelation mit dem Auftreten von kardiovaskulären rungsmedizinerIn nach dem Curriculum der BÄK innerhalb Erkrankungen besteht. Allerdings wurden die Ergebnisse von drei Jahren 50 spezifische Fortbildungspunkte erlangt werden müssen. Die DAEM ist gegenwärtig dabei, hierzu einen Leistungs- und Anerkennungskatalog zu erstellen, den wir in der nächsten Ausgabe des „Ernährungsmedizi- Soedamah-Muthu SS, EL Ding, WK Al-Delaimy, FB Hu, et ners“ detailliert vorstellen werden. Dabei wird es möglich al.: Milk and dairy consumption and incidence of sein, neben spezifisch ernährungsmedizinischen Fortbil- cardiovascular diseases and all-cause mortality: dose- dungs-Veranstaltungen, in begrenztem Umfang auch den response meta-analysis of prospective cohort studies. Am Besuch von Fachkongressen anrechnen zu lassen. Glei- J Clin Nutr 2011 93: 1 158-171; doi: 10.3945 / ajcn. 2010. ches gilt für eigene Referententätigkeiten sowie die Bear- beitung von CME-Fragen über entsprechende Fachzeit- schriften. Eine rückwirkende Anerkennung von Teilnahme- bescheinigungen der letzten drei Jahre wird möglich sein, Dopaminhaltige Lebensmittel
die Vergabe des Zertifikats erfolgt über die Deutsche Aka-demie für Ernährungsmedizin e.V. Ong ZY et al. (1), Weinman EJ et al. (2) Mit der Einführung dieses Fortbildungszertifikates wird eine Dopamin (DA) ist ein biogenes Amin, das aus L-Tyrosin bereits bei der Etablierung der Qualifikationsbezeichnung gebildet wird und zur Gruppe der Katecholamine gezählt „ErnährungsmedizinerIn DAEM/DGEM®“ formulierte For- wird. DA ist ein wichtiger Neurotransmitter und als Aus- derung, umgesetzt: „Es besteht die Verpflichtung zur konti- gangssubstanz für die Bildung von Adrenalin eine hochpo- nuierlichen Fortbildung.“ Gleichzeitig wird mit der Schaf- tente vasoaktive Droge. In unserer üblichen Kost spielt Do- fung eines solchen Fortbildungszertifikates den Anforde- pamin keine Rolle und deswegen gibt es auch keine Le- rungen entsprochen, die in den „Gemeinsamen Empfeh- lungen der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Förde- Die Biosynthese des DA erfolgt in Tieren und dem Men- rung und Durchführung von Patientenschulungen auf der schen aus der Aminosäure L-Tyrosin. Über die Tyrosin- Grundlage von §43 Nr.2 SGB V“ festgelegt sind. Hydroxylase entsteht L-Dihydroxyphenylalanin (L-Dopa). L- Dopa ist die direkte Vorstufe des DA und eines der wich- tigsten Medikamente zur Behandlung des Morbus Parkin- Verzehr von Milch und Milchprodukten und die
son, der durch einen DA-Mangel gekennzeichnet ist. DA Häufigkeit von kardiovaskulären Erkrankungen
muss aber immer zusammen mit einem Hemmstoff der und Gesamtmortalität: Eine dosisbezogene, pro-
DOPA-Decarboxylase gegeben werden, um systemische spektive Kohortenstudie
Reaktionen des DA außerhalb des Gehirns, wie Herzklop-fen, Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckreaktion zu vermeiden. Die Bildung von L-Dopa ist im Körper genau reguliert, des- halb hat L-Tyrosin aus der Nahrung keinen messbaren Ein- Der Verzehr von Milchprodukten kann das kardiovaskuläre fluss auf die Bildung von DA. Allerdings konkurriert das in Risiko und die Gesamtmortalität beeinflussen. Hierzu gibt der Nahrung enthaltene L-Tyrosin mit dem L-Dopa bei Pa- es allerdings widersprüchliche Daten. Ziel der Studie war tienten mit Morbus Parkinson um die Aufnahme in das Ge- es, den Zusammenhang zwischen der Zufuhr von Milch hirn. Eine eiweißreiche Kost setzt deshalb die Wirkung des und Milchprodukten und einem hohen und niedrigen Anteil L-Dopa herab. Für den Gesunden, der kein L-Dopa ein- an zugeführtem Milchfett und dem Risiko kardiovaskulärer nimmt, sind derartige Zusammenhänge bisher nicht be- Erkrankungen und der Gesamtmortalität zu untersuchen. kannt. Aber mit einigen Verhaltensstörungen könnte eine ernährungsabhängige Modulation des Dopaminhaushaltes Bis Februar 2010 wurden über 5.000 Arbeiten in Pub Med; EMBASE und SCOPUs gesichtet. 17 erfüllten die Ein- schlusskriterien. Alle waren prospektive Kohortenstudien. Als Neurotransmitter spielt DA an den sogenannten dopa- Milch als das am häufigsten verzehrte Milchprodukt wurde minergen Neuronen im Mittelhirn eine zentrale Rolle. Vom Mittelhirn aus steigen wichtige dopaminerge Systeme in das Cerebrum (Großhirn) und das Diencephalon (Zwi- In den 17 Studien fanden sich 2.283 Fälle kardiovaskulärer schenhirn). DA reguliert über vier dopaminerge Verbrei- Erkrankungen einschließlich 4.391 KHK- Fälle und Schlag- tungspfade persönlichkeitsbestimmende Funktionen. Über anfälle und insgesamt 23.949 Todesfälle. Es fand sich eine das Mesostriatale System werden die Koordinationen der geringe inverse Korrelation zwischen dem Milchverzehr Bewegungsabläufe kontrolliert, die z.B. bei Morbus Parkin- und dem Gesamtrisiko für kardiovaskuläre Erkrankungen son gestört sind. Das Mesolimbische System ist als „Be- (RR: 0,94 pro 200 ml/d). Die Milchzufuhr war nicht mit ei- lohnungsbahn“ bekannt. Bei einer Funktionseinschränkung nem Risiko für die KHK, den Schlaganfall oder die Ge- werden die Patienten lust- und antriebslos, wie man es z.B. samtmortalität assoziiert. Es fand sich keine signifikante bei Parkinsonpatienten, aber auch bei anderen psychi- Assoziation für die Gesamtaufnahme von Milchprodukten schen Erkrankungen, wie der Depression, beobachten Ein Informationsdienst für Ärzte und andere Ernährungsinteressierte kann. Diese Bahn ist auch die Angriffsstelle bestimmter Drogen wie Kokain und Amphetamine. Tierversuche zei- Die vorliegende prospektive Studie wurde an 73.061 40-70- gen, dass diese Belohnungsbahn durch süßes und fettes jährigen, zum Studienbeginn karzinomfreien chinesischen Essen der Mutter beim Nachkommen sensibilisiert wird, der Frauen durchgeführt. Es wurde untersucht, ob es einen dann auch Süßes und Fettes bevorzugt (1). Das Mesocor- Zusammenhang zwischen der glykämischen Last, dem ticale System wird mit sogenannten exekutiven Funktionen glykämischen Index und dem Auftreten von kolorektalen im Zusammenhang gesehen. Dies schließt die Reaktion Karzinomen gibt. Mit Hilfe eines validierten Fragebogens auf Umweltbedingungen, die Planung, die Entscheidung für wurde die übliche tägliche Nahrungsaufnahme zum Zeit- Handlungsweisen, die Impulskontrolle, die emotionale Re- punkt des Studienbeginns (1997 - 2000) und während des aktion, aber auch die Aufmerksamkeitssteuerung ein. Eine ersten follow-up (2000-2002) erfasst. Während des 9,1-jäh- Störung in diesem System wird mit Psychosen des schizo- rigen Follow-up traten 475 Kolonkarzinomfälle auf. Weder phrenen Formenkreises und mit kognitiven Störungen in die glykämische Last noch der glykämische Index oder die Verbindung gebracht. Auch ein Zusammenhang mit der Totalzufuhr von Kohlenhydraten waren mit dem Krebsrisiko Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung assoziiert. Auch nach Ausschluss von Personen mit Diabe- wird in den letzten Jahren diskutiert. Die Prävalenz des tes mellitus änderten sich die Analysedaten nicht. ADHS ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Als Gründe dafür werden Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Al- Diese prospektiv durchgeführte Studie in einer Bevölke- kohol und mangelnde körperliche Bewegung, aber auch rungsgruppe mit hoher Kohlenhydratzufuhr zeigt, dass we- Ernährungsfaktoren wie eine Überernährung oder große der ein hoher glykämischer Index noch eine hohe glykämi- Mengen tierischer Proteine in Erwägung gezogen. Als vier- sche Last mit einem erhöhten Risiko für das Kolonkarzi- ter DA-Verbreitungspfad wird das tubero-infundibuläre Sys- tem bezeichnet, das die Freisetzung von Prolactin aus dem Hypophysen-Vorderlappen reguliert. Weiterhin regelt DA die Durchblutung der Bauchorgane, insbesondere ist Do- Li HL, Yang G, Xi -O Shu, et al.: Dietary glycemic load and pamin an der Steuerung der Nieren beteiligt. Es konnte ge- risk of colorectal cancer in Chinese women. Am J Clin Nutr zeigt werden, dass eine phosphatreiche Ernährung, wie sie 2011 93: 1 101-107; First published online October 20, in den Industrieländern üblich ist, signifikant die renale Do- Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Einwir- Verwendung von Präbiotika aus Kakao-
kung durch die Ernährung auf die DA-Homöostase sehr Flavonolen bei Gesunden in einer randomisier-
wahrscheinlich ist und viele Konsequenzen hat. Diese An- ten, doppelblinden Crossover-Interventionsstudie
nahme beruht derzeit nur auf den Ergebnissen von Tier-versuchen. Für den Menschen ist dieser Zusammenhang zwar auch wahrscheinlich, aber bisher noch zu wenig un- tersucht, um sich ein abschließendes Urteil zu bilden. So- Kakao-Flavonole werden im Dünndarm nur eingeschränkt mit muss festgestellt werden, dass Einwirkungen der Er- absorbiert. Der größte Anteil erreicht das Kolon und wird nährung auf dieses System für den Menschen bisher nicht eventuell von den dort ansässigen Darmbakterien fermen- In einer von Tzounis et al. durchgeführten Interventionsstu- Literatur:
die wurde das präbiotische Potential von Kakao-Flavonolen Ong ZY, Muhlhausler BS.: Maternal "junk-food" feed- an 20 gesunden Freiwilligen untersucht. Randomisiert wur- ing of rat dams alters food choices and development of den sie entweder einer Gruppe zugeteilt, die hoch dosiert the mesolimbic reward pathway in the offspring. FA- Flavonole (494 mg Kakao Flavonole/Tag) oder diese nied- SEB J. 2011 Mar 22. [Epub ahead of print] rig dosiert (23 mg/Tag) über 4 Wochen erhielten. Danach Weinman EJ, Biswas R, Steplock D, Wang P, Lau YS, war eine 4-wöchige Auswaschphase durchgeführt worden Desir GV, Shenolikar S.: Increased renal dopamine und die Probanden wurden dem jeweils anderen Arm zuge- and the acute renal adaptation to a high phosphate führt. Vor und nach jeder Intervention wurden Stuhlproben diet. Am J Physiol Renal Physiol. 2011 Feb 16. [Epub gesammelt und die Bakterienzahl gemessen. Ferner wurde eine Untersuchung auf eine Reihe anderer biochemischer und physiologischer Parameter durchgeführt. Im Vergleich zur niedrig dosierten Gabe erhöhte die hoch dosierte Gabe Glykämische Last und das Risiko für kolorektale
von Kakao-Flavonolen nach 4 Wochen die Anzahl der Bifi- Karzinome bei chinesischen Frauen
dumbakterien und Laktobazillen jeweils signifikant (p<0,01 bzw. 0,001), während die Anzahl der Clostridien signifikant sank (p<0,001). Die mikrobiologischen Veränderungen kor- relierten mit der Abnahme der Plasmatriglyceride (p<0,05) Bei den bisher in westlichen Populationen durchgeführten und der Senkung des C-reaktiven Proteins (p<0,05). Die epidemiologischen Studien waren die Ergebnisse bezüglich CRP-Veränderungen wiederum korrelierten mit dem Lakto- der Frage eines Zusammenhangs zwischen kolorektalen bazillusanstieg. Diese in vivo Veränderungen fanden sich Karzinomen und einer hohen glykämischen Last uneinheit- in ähnlicher Weise auch in ergänzend durchgeführten in lich. In anderen Populationen wurde die Frage bislang nicht Ein Informationsdienst für Ärzte und andere Ernährungsinteressierte Die Studie zeigt, dass der Verzehr von Kakao-Flavonolen Leitlinie der DGVS zum Reizdarmsyndrom
das Wachstum der Darmbakterienflora beim Menschen signifikant beeinflussen kann. Eine Kost, mit der ergänzend Kakao-Flavonole zugeführt werden, zeigt, dass diese als Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwech- selkrankheiten (DGVS e.V.) hat eine mehr als 50 Seiten umfassende Leitlinie zum Thema Reizdarmsydrom (RDS) Tzounis X, A Rodriguez-Mateos, J Vulevic et al.: Prebiotic herausgegeben, bei der auch ernährungsrelevante Fragen evaluation of cocoa-derived flavanols in healthy humans by mit berücksichtigt wurden. Stark gekürzt und weitgehend using a randomized, controlled, double-blind, crossover unkommentiert soll auf einzelne Aspekte eingegangen intervention study. Am J Clin Nutr 2011 93: 1 62-72; Als relevant für die Pathophysiologie werden diverse und zelluläre Mechanismen angesehen, deren Häufigkeiten und Gesteigerte
Mastzellaktivität
Reizdarm-
Spezifität z.T. ungeklärt sind. Das RDS ist mit einer Stö- rung des Immungleichgewichts assoziiert und kann durch einen enteralen Infekt ausgelöst werden. Es ist mit einer veränderten Mikroflora assoziiert. Ferner besteht eine ge- Die Ätiologie des Reizdarmsydroms (RDS) ist nach wie vor weitgehend ungeklärt. Die Therapie zielt vorwiegend auf In der Therapie soll dem Patienten ein plausibles individu- eine Symptombeseitigung. Ernährungsempfehlungen fin- elles Krankheitsmodell und ein kongruentes Behandlungs- den sich ebenso wie eine Reihe medikamentöser Maß- konzept vermittelt werden. Aufgrund der Heterogenität gibt es keine Standardtherapie. Die medikamentöse Therapie ist symptomorientiert. Es gibt keine generellen Ernährungs- In einer neuen Publikation wurde bei 20 Patienten mit ei- und Lebensstil-Empfehlungen. Der Patient kann aber Er- nem therapierefraktären RDS die pathophysiologische Rol- nährungs- und Verhaltensvorgaben erhalten. Im Kommen- le von Mastzellen näher untersucht. Mit einer validierten tar wird angemerkt, dass die Datenlage bezüglich eines Checkliste, die eine Identifizierung von Mastzellmediator Einflusses zur Änderung des Ernährungsverhaltens unzu- vermittelten Symptomen erlaubte, und der Untersuchung reichend ist. Auf eine wünschenswerte gesunde Lebens- von ausgesuchten Surrogatparametern wurde das Vorlie- weise, die auch Bestandteil der Beratung sein sollte, wird gen einer pathologischen Mastzellaktivität mit einer gestei- gerten Mediatorfreisetzung ermittelt. Untersucht wurden vorwiegend pathologisch veränderte Koagulations- und Es gibt keine einheitlichen Ernährungsempfehlungen für al- Fibrinolyseparameter. Bei 19 der untersuchten 20 Patien- le Patienten mit einem RDS, aber zahlreiche individuelle ten ließen sich Mastzellmediator induzierte Symptome fest- Ernährungsempfehlungen. Auch fehlen ernährungsbezo- stellen. Die Befunde wiesen bei diesen Patienten auf eine gene Empfehlungen zur Prävention des RDS. Entspre- pathologisch gesteigerte Mastzellaktivität hin. Bereits in chende Studien stehen aus. Bei Patienten mit Hinweisen früheren Untersuchungen war eine erhöhte Zahl von Mast- auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sollte diese mit zellen in der Colon- und Ileummukosa bei Patienten mit ei- geeigneten Methoden abgeklärt und im Falle der Bestäti- ner entsprechenden Beschwerdesymptomatik nachgewie- gung behandelt werden. Hierunter gruppierte man im Erläuterungstext Nahrungsmittelallergien, die Laktose- und andere Formen der Kohlenhydratmalabsorption. Bei Pati- Es wird angenommen, dass die gesteigerte Mastzellaktivi- enten mit einer gesicherten Kohlenhydratmalabsorption tät bei einem Teil der therapierefraktären Patienten mit (z.B. von Laktose, Fruktose oder Sorbit) sollte eine an die- RDS eine Rolle spielen könnte. Bei therapierefraktärer sen Zuckern arme Kost verzehrt werden. Bei anamnesti- Symptomatik wird der Einsatz Mastzell stabilisierender Me- schen Hinweisen auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit dikamente oder von Medikamenten, die eine Mediatorwir- wird eine gezielte Eliminationsdiät empfohlen. Bei erwach- kung antagonisieren könnten (z.B. Ketotifen und Chro- senen Patienten mit RDS ohne Hinweis auf eine Zöliakie moglycin) als potentielle Therapie diskutiert. Sicher bedarf kann eine glutenreduzierte Kost versucht werden. Die es einer Bestätigung dieser an einer vergleichsweise klei- Grundlage für diese Empfehlung ist eine einzelne, nicht nen Fallzahl erhobenen Untersuchungsergebnisse. Die randomisierte Studie an 145 Patienten mit RDS, bei denen Therapiemaßnahme wird dabei nicht am Anfang therapeu- eine glutenfreie Kost zur Besserung der Beschwerden und tischer Maßnahmen stehen, sondern erst dann erwogen der Stuhlfrequenz führte. Erstaunlicherweise wird auch ei- werden, wenn diätetische und andere medikamentöse ne zeitweilige Elimination von Nahrungsmitteln empfohlen, bei denen ein hoher IgG-Spiegel nachgewiesen wurde. Auch hier sind Ergebnisse aus Fallkontrollstudien die Grundlage für diese Empfehlungen. Allergologische Fach- Frieling T., K. Meis, U.W. Kolck et al.: Evidence for Mast gesellschaften auf nationaler und europäischer Ebene leh- Cell Activation in Patients with Therapy-Resistant Irritable nen derartige Empfehlungen allerdings explizit ab. Bowel Syndrome, Z. Gastroenterol 2011; 49: 1919-194 Ausgewählte Probiotika können eingesetzt werden, wobei die Wahl des Stammes nach der Symptomatik erfolgt. Al- lerdings kann nicht generell gesagt werden, dass Probioti- Ein Informationsdienst für Ärzte und andere Ernährungsinteressierte ka wirksam oder unwirksam sind. Es bedarf weiterer Stu- höhen- und Gewichtsdaten, stellen die AutorInnen nun ge- dien, um zu differenzieren, welche probiotische Spezies bei schlechtsspezifische aktuelle und repräsentative Perzentil- welchen Beschwerden wirksam ist (z.B. Obstipation, Di- kurven für den BMI von 18- bis 80-Jährigen vor. Die Kurven ermöglichen einen differenzierten Einblick in die BMI- Verteilung bei deutschen Erwachsenen. Die Auswertungen Bei Patienten mit überwiegend obstipativen Beschwerden zeigen, dass sich mit zunehmendem Alter ein größerer Be- können Ballaststoffe zur Behandlung eingesetzt werden. völkerungsanteil in den oberen BMI-Bereichen befindet. Dabei sollten lösliche Ballaststoffe wie Psyllium/Plantago Nur 7,2% bzw. 9,3% der jungen Frauen bzw. Männer (< 30 oder Isphagula, bevorzugt werden. Nebenwirkungen wie Jahre) sind adipös, dagegen sind 34,5% bzw. 27,5% der verstärkte Blähungen sind möglich. Ballaststoffe werden Frauen bzw. Männer im Alter von 70-79 Jahre adipös. als sinnvolle ergänzende, empirische Therapie insbesonde- Deutlich variieren die Perzentilkurven auch zwischen den re beim obstipationsdominanten RDS angesehen. Dabei Geschlechtern; zum Beispiel treten extrem erhöhte BMI- war in einer kleineren randomisierten Studie Weizenkleie in ihrer Wirkung auf Abdominalsymptome nicht besser als Placebo. Gleiches zeigte sich beim Vergleich einer bal- Diese Daten legen nahe, dass auch bei Erwachsenen eine laststoffreichen mit einer ballaststoffarmen Kost. Eine Me- Charakterisierung und Einordnung der PatientInnen unter taanalyse aus 17 Studien dagegen ergab unter Ballaststof- Verwendung der BMI-Perzentilen sinnvoll wäre. Da die fen eine geringe Besserung der Abdominalbeschwerden. BMI-Werte auch bei Erwachsenen stark alters- und ge- schlechtsabhängig sind, schlagen die Autoren vor, den in- Auch beim Patienten mit RDS vom Diarrhoetyp oder dem dividuell gemessenen BMI des Patienten mit einer adäqua- Schmerz-Typ können lösliche Ballaststoffe zur Therapie ten Referenzgruppe anhand der Perzentilen zu verglei- Nahrungsergänzungsmittel werden, abgesehen von Pro- und Präbiotika nicht zur Behandlung empfohlen. Hemmelmann, C et al., Perzentilen des Body-Mass-Index auch für 18- bis 80-Jährige? Daten der Nationalen Ver- Layer P., V. Andresen, C. Pehl et al: S3-Leitlinie Reizdarm- zehrsstudie II, Dtsch Med Wochenschr 2010; 135:848-852 syndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und The- rapie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen. Z. Gastroenterol 2011; 237-293 Aktuelles kurz berichtet
Evidenzbasierte Leitlinie: Kohlenhydratzufuhr und Prä-
Perzentilen des Body-Mass-Index auch für 18- bis
vention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krank-
80-Jährige?
heiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.
(DGE):
Nach der Leitlinie zum Fettkonsum erarbeitete ein Exper- tengremium unter Leitung von Professor Hauner für die Laut Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zweite bedeutende Gruppe energieliefernder Nährstoffe, sind weltweit 1,7 Milliarden Menschen übergewichtig, und die Kohlenhydrate, eine evidenzbasierte Leitlinie zur an- die Tendenz ist steigend. Jeder 5. Deutsche gilt heute als gemessenen Zufuhr. Auch hier stand das Ziel im Vorder- adipös. Adipositas ist verbunden mit einem erhöhten Mor- grund, auf der Grundlage einer systematischen Analyse biditäts- und Mortalitätsrisiko, auch verursacht durch Fol- und Bewertung der vorliegenden Literatur evidenzbasierte geerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Bluthoch- Aussagen zum Bezug zwischen dem Kohlenhydratkonsum insgesamt bzw. einzelner Mono-, Di- und Polysaccharide und der Entstehung verschiedener ernährungsmitbedingter Gemäß den allgemein anerkannten WHO-Kriterien wird A- Krankheiten zu gewinnen sowie daraus allgemeine Emp- dipositas im Erwachsenenalter als Körpermassenindex fehlungen zur primären Prävention abzuleiten. Die Leitlinie (Body-Mass-Index, BMI) ≥30 kg/m2 definiert. Bei Kindern soll auch helfen, die durch reichlich widersprüchliche Aus- und Jugendlichen werden anstelle der WHO-Kriterien al- sagen entstandene Verunsicherung der Bevölkerung über ters- und geschlechtsabhängige BMI-Perzentilkurven zur positive und negative Wirkungen der Kohlenhydrate auszu- Definition von Übergewicht und Adipositas herangezogen. räumen. Auch diese Leitlinie untergliedert sich in insgesamt Die Verwendung dieser Perzentilen wird auch in der S3- 12 Kapitel, die alle im Internet unter www.dge.de als pdf- Leitlinie zur Diagnose der Adipositas im Kindes- und Ju- Dateien zum kostenlosen Download bereit stehen. gendalter empfohlen. Daten der Nationalen Verzehrstudie II (NVS II, 2005-2006) zeigten, dass auch im Erwachsenenalter der BMI mit dem Alter und dem Geschlecht variiert, was durch die WHO- 3. Methodische Vorgehensweise bei der Erstellung einer Kriterien bisher allerdings keine Berücksichtigung findet. DGE-Leitlinie Kohlenhydratzufuhr und Prävention aus- Dabei sind BMI-Perzentilkurven für Erwachsene bereits in gewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten einigen Ländern wie Dänemark, Großbritannien, Japan und 4. Kohlenhydratzufuhr und Prävention der Adipositas 5. Kohlenhydratzufuhr und Prävention des Diabetes melli- Basierend auf den in der NVS II erfassten Alters-, Körper- Ein Informationsdienst für Ärzte und andere Ernährungsinteressierte 6. Kohlenhydratzufuhr und Prävention der Dyslipoprotei- WissenschaftlerInnen, die neue wissenschaftliche Erkennt- nisse auf den genannten Gebieten vorlegen können, wer- 7. Kohlenhydratzufuhr und Prävention der Hypertonie den gebeten, zur Veröffentlichung vorgesehene Manuskrip- 8. Kohlenhydratzufuhr und Prävention des Metabolischen te oder innerhalb der letzten zwei Jahre in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichte Ergebnisse 9. Kohlenhydratzufuhr und Prävention der koronaren (in deutscher oder englischer Sprache) bis zum 14.10.2011 an die Geschäftsstelle des DIE zu schicken. Beizufügen 10. Kohlenhydratzufuhr und Prävention von Krebserkran- sind kurze Angaben zur Person, zum beruflichen Werde- gang und zu bisherigen wissenschaftlichen Veröffentli- 11. Zusammenfassung der Ergebnisse der Leitlinie zur chungen sowie eine Kurzfassung der eingereichten Arbeit von maximal zwei DIN A4-Seiten. Forschungsergebnisse, 12. Umsetzung der Leitlinie zur Kohlenhydratzufuhr die bereits für andere wissenschaftliche Preise eingereicht wurden, können nicht mit berücksichtigt werden. Die Aus- Im abschließenden Kapitel formuliert Professor Hauner die wahl des Preisträgers erfolgt durch ein vom wissenschaftli- Quintessenz der Leitlinie für die praktische Umsetzung. Ei- ne zentrale Aussage der evidenzbasierten Leitlinie lautet, dass die Höhe der Kohlenhydratzufuhr bzw. des Anteils der Kohlenhydrate an der Gesamtenergiezufuhr per se das Ri- Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. siko für Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Arterielle Hy- pertonie, Metabolisches Syndrom, KHK und Krebserkran- kungen nicht zu beeinflussen scheint. Die Höhe des Koh- lenhydratanteils hat aber mit überzeugender Evidenz Ein- fluss auf die Konzentration verschiedener Lipoproteinfrakti- onen und korreliert signifikant mit den Triglyceridspiegeln. Veranstaltungen 2011 der Deutschen Akademie
für Ernährungsmedizin e.V. (DAEM) und anderer
Die Ergebnisse der Leitlinie zur Kohlenhydratzufuhr deuten Institutionen
darauf hin, dass weniger die Quantität als vielmehr die Qualität der Kohlenhydrate für die primäre Prävention von ernährungsmitbedingten Erkrankungen von entscheidender Curriculare Fortbildung in Ernährungsmedizin
Bedeutung ist, wodurch die bekannten Empfehlungen der für ÄrztInnen – Kompaktkurse Ernährungsmedi-
DGE nachhaltig Unterstützung finden. Additiv wird das prä- zin der DAEM nach dem 100-stündigen Curricu-
ventive Potential einer hohen Ballaststoffaufnahme durch lum „Ernährungsmedizin“ der BÄK
die Leitlinie bestätigt. Als weiteres zentrales Ergebnis mit großer Relevanz für die Ernährungsberatungspraxis wird Ein Kompaktkurs gliedert sich in 5 Seminarblöcke mit je- postuliert, dass der Konsum zuckergesüßter Getränke (Ge- tränke, denen Zucker zugesetzt wurde, nicht dagegen Fruchtsäfte ohne Zuckerzugaben) wegen ihrer risikostei- Seminarblock 1: Ernährungslehre und ernährungs- gernden Wirkung auf verschiedene Erkrankungen stark Seminarblock 2: Metabolisches Syndrom und Prä-vention In einem separaten Positionspapier zur Energiezufuhr aus Fett und Kohlenhydraten, das ebenfalls im Internet unter Seminarblock 3: Therapie ernährungsabhängiger Er-krankungen www.dge.de/pdf/ws/DGE-Positionspapier-Richtwerte-Energiezufuhr-KH-und-Fett.pdf zum Download zur Verfü- Seminarblock 4: Gastroenterologie und künstliche Ernährung gung steht, ist die Wertung der DGE zu dieser Leitlinie zu-sammenfassend dargestellt. Seminarblock 5: Ausgewählte Kapitel, Fallbespre- Im Rahmen eines Kompaktkurses findet am Ende des Seminarblocks 4 eine schriftliche Prüfung (multiple choi- Ausschreibung Förderpreis des Instituts Danone
ce) und während des Seminarblocks 5 eine Fallprüfung Ernährung für Gesundheit e.V. 2012
Mitteilung:
Die bestandene multiple choice-Prüfung führt zur Quali- Das Institut Danone Ernährung für Gesundheit (IDE e.V.) fikation "Ernährungsbeauftragte/r Arzt/Ärztin". Diese und vergibt für besonders qualifizierte wissenschaftliche Leis- eine zusätzliche erfolgreiche Fallprüfung sowie die Vor- tungen auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaft, Er- lage von 10 Falldokumentationen sind Voraussetzung nährungsepidemiologie, Ernährungsmedizin, Lebensmittel- für die Vergabe der Qualifikation "Ernährungsmedizine- chemie und verwandten Wissenschaftsgebieten den „För- derpreis des Instituts Danone Ernährung für Gesundheit Programmgestaltung und wissenschaftliche Leitung der e.V.“. Bewerben können sich WissenschaftlerInnen aus Deutsch- Kompaktkurse: O. Adam, München; U. Rabast, Hattin-gen; G. Zürcher, Freiburg land, Österreich und der Schweiz, die das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Preis in Höhe von 5.000 € Ein Informationsdienst für Ärzte und andere Ernährungsinteressierte
18. – 28. August 2011, München

DAEM-Kompaktkurs, in Zusammenarbeit mit der Bayeri- schen Landesärztekammer und der Universität München ernährungstherapeutische Betreu-ung; Neufassung der Diätverordnung versität München, Klinikum Innen-stadt 13. – 23. Oktober 2011, Bad Krozingen
DAEM-Kompaktkurs, in Kooperation mit dem Park- Klinikum Bad Krozingen, Lehrklinik für Ernährungsmedizin Durchführung von Sportangeboten für Patienten mit Metabolischem DAEM Symposium „Ernährung ist Therapie“
27. August 2011, München
DAEM Spezialseminare zu speziellen Schwer-
DAEM Symposium „Ernährung ist Therapie“:
punktthemen der Ernährungsmedizin und Ernäh-
10 Jahre Erfahrungen mit dem Modellprojekt klinische
rungstherapie
Ernährungsmedizin – Lehrkliniken für Ernährungsme-
dizin der DAEM
08. - 09. Juli 2011, Bad Windsheim
Veranstaltungsort: Räumlichkeiten der Universität Mün- DAEM-Spezialseminar „Ernährungstherapie des Metabo-
lischen Syndroms – Update 2011
“, veranstaltet in Zu-

sammenarbeit mit der Frankenland-Klinik Bad Windsheim, Lehrklinik für Ernährungsmedizin der DAEM Veranstaltungsort: Räumlichkeiten der Frankenland- gelernährung in der gastroenterolo-gischen Rehabilitation; Mangelernäh- einer Wunschkost bei Tumorpatien-ten; Konzept zur Erfassung und The- Auskünfte und Anmeldung zu allen Kompaktkursen
und Spezialseminaren der DAEM:
Email: info@daem.de, Internet: www.daem.de Ein Informationsdienst für Ärzte und andere Ernährungsinteressierte
Veranstaltungen sonstiger Anbieter
13. – 15. Oktober 2011, Stuttgart
Pke-Kongress – Praxis klinische Ernährung 19. – 20. August 2011 und 04. – 05. November 2011,
Frankfurt
Themenübersicht: Demographischer Wandel: Konse- Adipositas XXL – eine Herausforderung Interdisziplinäres Seminar des Frankfurter Zentrums für Themenübersicht: Möglichkeiten und Grenzen der kon- Weitere Informationen unter www.pke-online.com 28. – 29. Oktober 2011, München
Weitere Informationen unter www.essstoerungen- Fortbildungsveranstaltung der ZIEL-TUM-Akademie Themenübersicht: Neue DGE Leitlinie – Kohlenhydrate 03. - 06. September 2011, Göteburg, Schweden
33. ESPEN Congress of Clinical Nutrition and Metabolism der European Society of Parenteral and Enteral Nutrition Weitere Informationen unter www.espen.org oder unter Weitere Informationen unter www.akademie.ziel.tum.de 06. – 08. Oktober 2011, Bochum
28. – 29. Oktober 2011, Irsee
Adipositas in der ersten Lebenshälfte Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft Tagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedi- zin (DGEM e.V.) mit dem Schwerpunktthema Intensivme- dizin sowie einem besonderen Programm zu 30 Jahre Themenübersicht: Adipositas im Kindes- und Jugendal- Weitere Informationen unter www.dgem.de. 11. – 12. November 2011, München
Jahrestagung des Bundesverbandes Deutscher Ernäh- Weitere Informationen unter www.adipositas2011.de Weitere Informationen unter www.bdem.de. 09. –11. Oktober 2011, Karlsruhe
18. – 19. November 2011, Leipzig
Wissenschaftliche Tagung des Max Rubner-Instituts. Leipziger Fortbildungsveranstaltung Fortbildungsveranstaltung der DGEM (Deutsche Gesell- Weitere Informationen unter www.mri.bund.de. schaft für Ernährungsmedizin e.V.). Weitere Informationen unter www.dgem.de. Ein Informationsdienst für Ärzte und andere Ernährungsinteressierte

Source: http://www.praeventolife.eu/files//Ernhrungsmedizin/heft13-2.pdfernhrungsmedizinerjahrgang2011.pdf

Microsoft word - 2006v2n1_artigo_03.doc

COMPETENCIES FOR NURSING CARE OF PATIENTS WITH SUBSTANCE RELATED DISORDERS Madeline A. Naegle1, Nurses and midwives, the largest group of providers, deliver basic and specialty healthcare worldwide. They are uniquely positioned to deliver interventions for drug use, abuse and dependence. Few provide such care however, because their basic educations lacked information and clinica

Phs 398 (rev. 9/04), biographical sketch format page

Principal Investigator/Program Director (Last, First, Middle): BIOGRAPHICAL SKETCH Provide the following information for the key personnel and other significant contributors in the order listed on Form Page 2. Follow this format for each person. DO NOT EXCEED FOUR PAGES. EDUCATION/TRAINING (Begin with baccalaureate or other initial professional education, such as nursing, and include

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